Wort & Sinn

Servus !

Heute ist Sonntag, der 23.09.2018 und ich möchte hier Texte zeigen, die mir in meiner Arbeit als Kunsttherapeut/Lebensberater bzw. in eigener Selbsterfahrung begegnen. Es steht Dir natürlich frei, die Texte zu lesen oder sie zu übersehen. Es steht Dir natürlich auch frei, Dich kurz zurückzulehnen und den Inhalt wirken zu lassen oder gleich weiterzusurfen!

……. Heute zum Thema “Kontakt mit der Freude”:

Es gab einmal ……. “eine Köchin in Gampo Abbey, die sehr unglücklich war. Wie die meisten von uns fütterte sie ihren Trübsinn noch mit ihrem Tun und ihren Gedanken; ihre Stimmung wurde von Stunde zu Stunde düsterer. Sie entschloss sich, ihre sich aufschaukelnden Emotionen durchlässiger zu machen, indem sie Schokoladeplätzchen buk. Doch dieser Schuss ging nach hinten los – als die Plätzchen aus dem Ofen kamen, waren sie total angebrannt. Statt sie in den Müll zu werfen, stopfte die Frau sich die angebrannten Plätzchen in die Taschen und in ihren Rucksack und ging hinaus zu einem Spaziergang. Mit hängendem Kopf stapfte sie einen Feldweg hinab, den Kopf voller trübseliger Gedanken. “Wo sind denn die Schönheit und die Magie, von denen man uns da ständig erzählt”, sagte sie zu sich selbst.

In diesem Moment blickte sie auf und sah einen kleinen Fuchs, der auf sie zukam. Die Mühle der Gedanken in ihrem Kopf kam zum Stillstand, wie sie da mit angehaltenem Atem stand und den Fuchs beobachtete. Der Fuchs setzte sich vor sie hin und sah erwartungsvoll zu ihr auf. Sie griff in die Tasche und holte einige der Plätzchen heraus. Der Fuchs fraß sie und trottete dann langsam davon. Zur Abbey zurückgekehrt, erzählte sie uns allen von dieser Begebenheit: “Ich habe heute gelernt, dass das Leben sehr kostbar ist. Selbst wenn wir uns darauf versteifen, die Magie zu blockieren, sie dringt doch zu uns durch und rüttelt uns wach. Der kleine Fuchs hat mich gelehrt, dass wir, ganz gleich wie sehr wir uns verrammelt haben, immer aus unserem Kokon hervorlugen und Kontakt mit der Freude aufnehmen können.” (Pema Chödrön/Geh an die Orte die du fürchtest)

 

@2018  Kunsttherapie-Graz.at

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