Der Cartoon – Junge Kunst

Der Cartoon … aufgewachsen mit seinen beiden Geschwistern – der Karikatur und dem Comic – mittlerweile jedoch schon erwachsen, erfreut sich beinahe in allen Winkeln dieser Welt zeitloser Beliebtheit.

Wie bei Geschwistern üblich, gleichen sich die Drei nicht völlig. Beschreibt – oder besser „überzeichnet“ – die Karikatur bestimmte, meist bekannte erkennbare Persönlichkeiten im Themenkontext, so ist der Cartoon als humoristische Zeichnung zu verstehen, die alltägliche sowie brennende Gesellschaftsthemen aufgreift, ohne konkrete Personen darzustellen. Den/Das Comic könnte man als „Bildgeschichte aus aneinander gereihten Einzelbildern“ bezeichnen, wobei nicht immer zwingend humoristisch gefärbt.

Doch bleibe ich beim Cartoon, um der Überschrift nicht abtrünnig zu werden. Ist der Cartoon nun Kunst? JA –  Selbstverständlich ist er das, … echte JUNGE KUNST (jung, weil zeitgenössisch und von meist noch lebenden Artisten geboren)! Man darf ihn als eher „flüchtige Kunstform“ erfahren, da er meist nicht – wie zu seiner Zeit im Café Moya in Wien – im Original über einen längeren Zeitraum ausgestellt wird. Üblicherweise wird er nach kurzer intensiver Betrachtung samt der Zeitung, in welcher er abgedruckt ist, dem Altpapier zugeführt und verdient so auch das Prädikat „Temporäre Relevanz“.

Die Kunst im Cartoon ist meist nicht in der künstlerisch-bildnerischen Arbeit (alleine) zu suchen (die Gestalter lassen diesen Anspruch bisweilen auch völlig fallen), vielmehr wird man fündig, wenn man den Kunst-Anspruch in der Kombination von Idee, Bild, Text und Pointe sucht. Die Verbindung dieser Elemente auf ein Bild reduziert ist Kunst: täglich, aktuell und immer jung!

@2020 Cartoon – Junge Kunst

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